Amalto Performance Amalto
Mind & Law · Kurs für die Kanzlei

Erst der Mensch, dann der Fall.

Beratung beginnt erst, wenn das Gegenüber sie aufnehmen kann. Acht Module, in denen Sie lernen, Ihr Gegenüber zuerst in diesen Zustand zu bringen – und sich dabei selbst nicht zu verbrauchen.

Worum es geht

Recht haben genügt nicht.

Sie kennen die Situation: Die Rechtslage ist geklärt, die Strategie steht, der Rat ist gut – und er kommt trotzdem nicht an. Der Mandant hört, nickt und ruft am nächsten Tag mit derselben Frage wieder an.

Der Grund liegt selten in der Sache. Er liegt im Zustand des Gegenübers. Dieser Kurs gibt Ihnen die Werkzeuge, diesen Zustand zu erkennen und zu verändern – ohne die Rolle zu wechseln und ohne Therapeut zu werden.

LeitungRonald Brandes, Rechtsanwalt · Ina Hullmann, Dipl.-Psych. FSP
Grundlage»Recht haben genügt nicht« von Ronald Brandes
Für wenAnwältinnen und Anwälte in beratungsintensiven Rechtsgebieten. Offen für Steuerberater, Notare, Mediatoren und Berater aus dem High-Performance-Umfeld.
Der Aufbau

Acht Schritte, die aufeinander aufbauen.

Kein Werkzeugkasten zum Herauspicken, sondern eine Bewegung. Erst wird erkannt, dann der eigene Zustand gesichert, dann eingegriffen – der rote Modus ist ansteckend.

SehenSich haltenOrdnen ÖffnenUmdeutenÜberbringen FührenSchützen
Die Module

Was in den acht Modulen passiert.

01

Der rote Modus

Warum gute Beratung verpufft, solange das Gegenüber sie nicht aufnehmen kann. Das Ampelmodell als Diagnose-Brille – erkennen, noch nicht eingreifen.

02

BAZ und der eigene Zustand

Wer andere aus dem Roten führen will, darf nicht selbst hineinrutschen. Äußerer Anker, Auslöser-Landkarte, Leichtigkeits-Tankstellen.

03

Die Mentale Kommode

Das methodische Herzstück: Der Berater sortiert nicht für das Gegenüber, er hält den Rahmen, in dem es selbst sortiert. Der Anwalt legt den Stift weg.

04

Die Frage hinter der Frage

Das Gegenüber stellt selten die Frage, die es umtreibt – und verengt seine Lage auf zwei schlechte Optionen. Beides lässt sich öffnen, ohne die Entscheidung an sich zu ziehen.

05

Dieselben Fakten, zwei Sprachen

Reframing mündlich und schriftlich. Dieselbe Tatsache lässt sich wahrheitsgemäß lähmend oder handlungsfähig formulieren. Wo die Grenze zur Schönfärberei liegt, wird scharf gezogen.

06

Schlechte Nachrichten überbringen

Manche Nachrichten lassen sich nicht umdeuten. Dann trägt die Haltung: vorbereiten statt überfallen, klar statt umschweifig – und die Stille danach aushalten.

07

Der »schwierige« Mandant

»Schwierig« ist ein Urteil über mich, nicht über ihn. Verhalten als Systeminformation lesen – und Vergleichsentscheidungen so führen, dass sie in Wochen noch tragen.

08

Grenze, Übertragung, Schutz

Wo anwaltliche Gesprächsführung endet und therapeutische Arbeit beginnt. Übertragung erkennen, auch getarnt als Engagement – und sich nach belastenden Gesprächen wieder leeren.

Format

Vier Wochen zwischen den Modulen. Das ist Übungszeit, keine Pause.

Jedes Modul dauert vier Stunden online-live und endet mit einer Transferaufgabe für die eigene Kanzlei. Die Ernte dieser Aufgabe eröffnet das nächste Modul.

Kamera an. Geübt wird in Kleingruppen zu dritt, in geschütztem Rahmen und ohne Aufzeichnung. Dazu Lernjournal, Online-Campus mit Material vorab und ein Zertifikat zum Abschluss.

Ein Modul im Ablauf
Ankommen und Ernte der Transferaufgabe20 Min
Input und Modell60–75 Min
Übersetzung in die Kanzleipraxis30 Min
Live-Demonstration der Trainer35 Min
Übung in Dreiergruppen40 Min
Integration und Transferaufgabe20 Min
Der wunde Punkt

Ihre größte Stärke ist im Gespräch die Falle.

Die juristische Ausbildung trainiert die Subsumtion: den Sachverhalt auf die entscheidungserhebliche Alternative verengen, mitschreiben, filtern, das rechtlich Relevante extrahieren. Im Erstgespräch ist genau das der Fehler.

Die zentrale Umkehrung Der Anwalt legt den Stift weg. Was jahrelang als Professionalität galt, steht der Sache an dieser Stelle im Weg.

Dieser Konflikt wird im Kurs offen benannt und bearbeitet, nicht weggelächelt. Der Widerstand dagegen ist eingeplantes Lernmaterial.

Die Grenze

Sie coachen nicht. Sie therapieren nicht.

Sie schaffen Empfangsbereitschaft. Wo anwaltliche Gesprächsführung endet und therapeutische Arbeit beginnt, wird berufsrechtlich und menschlich sauber gezogen – das ist ein eigenes Modul, kein Nebensatz. Wer diese Grenze kennt und sich nach belastenden Gesprächen wieder leert, hält den Beruf über Jahrzehnte aus.

Hinweis zum Umfang

Mind & Law ist ein eigenständiger Kurs von Amalto Performance. Er ist kein Hochschulstudiengang, führt zu keinem akademischen Grad und wird nicht von einer Hochschule anerkannt. Der Abschluss ist ein Zertifikat von Amalto Performance.

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Kontakt

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AdresseKasernenplatz 2
6003 Luzern, Schweiz